Aqua-Fitness Training

Zu Ihrer Information wollen wir Ihnen nachfolgend noch kurz die speziellen Vorzüge und Besonderheiten des Trainings im Wasser aufzeigen, aufgrund der spezifischen Eigenschaften des Wassers.

Der Auftrieb des Wassers führt zu einer Art Schwerelosigkeit, die die Wirbelsäule und damit den gesamten Bewegungsapparat (Gelenke, Muskeln, Bänder, Bandscheiben) entlastet. Das eigene Körpergewicht stellt im Wasser somit nicht den begrenzenden Faktor für Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining dar.

Der Wasserwiderstand ist ca. 12 x höher als der der Luft und gegen diesen Widerstand wird trainiert. Das Wasser selbst ist somit ein optimales Trainingsgerät, das jedem Einzelnen seine persönliche Grenze setzt : Jeder kann nur soviel Widerstand überwinden, d.h. die Übungen schnell oder langsam, kraftvoll oder verhalten ausführen, wie seine eigene Muskelkraft zulässt. Somit wird auch das Verletzungsrisiko minimiert und man kann je nach Tagesform mit dem größtmöglichen Effekt trainieren, ohne erst mühsam z.B. die Gewichte an den Fitnessgeräten verstellen zu müssen. Interessant ist, dass sich bei Verdoppelung der Geschwindigkeit der Wasserwiderstand um das 4fache vergrößert, d.h. je schneller eine Bewegung im Wasser ausgeführt wird, desto mehr Widerstand muss überwunden werden.

Der hydrostatische Druck bewirkt eine Blutvolumenverschiebung aus den oberflächlichen Hautgefäßen in den Brustraum. Dadurch wird das Herz mit mehr Blut versorgt, mit jedem Schlag wird mehr Blut transportiert, die Herzfrequenz sinkt und das Herz arbeitet ökonomischer (Achtung: Personen mit vorgeschädigtem Herzen nur nach Absprache mit dem Arzt im Wasser trainieren lassen). Die bessere Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur fördert die Entschlackung und verhindert das Entstehen eines "Muskelkaters". Da auch das Einatmen gegen den Wasserdruck erfolgen muss, hat dieses zusätzlich eine Kräftigung der Atemmuskulatur zur Folge.

Die Wärmeleitfähigkeit des Wassers ist 25mal größer als die der Luft, d.h. im Wasser kühlt man selbst bei intensiver Bewegung wesentlich schneller aus. Daher sollte das Wasser auch für die Aqua- Fitness etwa im Bereich von 28-30 Grad Celsius liegen. Zudem löst warmes Wasser Verspannungen und erzeugt ein Wohlgefühl. Dieses geschieht, da die Reizempfindlichkeit des vegetativen Nervensystems im Wasser herabgesetzt ist und somit zu einer allgemeinen muskulären und psychischen Entspannung beiträgt. Durch den „Kältereiz“ des Wassers wird zudem das Immunsystem gestärkt und der Stoffwechsel angeregt. Die gesteigerte Stoffwechselrate sorgt außerdem für einen erhöhten Kalorienverbrauch.

Die vielseitigen Übungen im Wasser führen zu einer Verbesserung der Konzentration, der Koordination und des Balancegefühls/Gleichgewichtssinns (im Wasser wird der Gleichgewichtssinn besonders stimuliert, da Auftrieb und Wellen eine dauernde Gleichgewichtskontrolle erfordern). Das Training im Wasser stellt eine der sichersten Trainingsformen überhaupt dar, u.a. auch weil das Verletzungsrisiko und die Sturzgefahr so gut wie ausgeschlossen sind.