Kooperation

RDKL – eine Kooperation, die Sinn macht

In Zeiten knapper Geldmittel sind ehrenamtliche Hilfsorganisationen gezwungen neue Wege zu gehen, um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen oder Kosten einsparen zu können. Den Leimener Hilfsorganisationen DLRG und DRK geht es da nicht anders. Beide Vereine erhalten nur in geringem Maße Fördermittel oder Zuschüsse, die Finanzierung der Arbeit muss überwiegend aus eigenen Ressourcen wie beispielsweise Mitgliedsbeiträgen oder aus Aktivitäten erfolgen.

Aufgrund dieser Tatsache haben sich die beiden Hilfsorganisationen im Jahr 1997 zusammengeschlossen und eine sehr enge Kooperation unter der Bezeichnung Rettungsdienst Kooperation Leimen (RDKL) geschlossen. In dieser Kooperation wollen beide Partner insbesondere vorhandene Ressourcen teilen. Dazu zählen neben dem Knowhow des Personals und des Ausbildungsmaterials insbesondere auch die Räumlichkeiten. Das seit 2007 in Leimen entstehende Rettungs- und Ausbildungszentrum (RAZ) wurde beispielsweise von Beginn an für die gemeinsame Nutzung geplant. Aber auch kleine Anschaffungen wie Persönliche Schutzausrüstung, Sanitätsmaterial oder fachspezifische Ausbildungen des Personals müssen nicht doppelt vorgehalten werden. Dies macht sich in beiden Vereinskassen deutlich bemerkbar und ermöglicht für die Vorstände effizienteres und wirtschaftlicheres Handeln.

Die Kooperation macht sich aber nicht nur im Geldbeutel bemerkbar, sondern insbesondere auch in der Qualifikation der Helfer. Durch die enge Zusammenarbeit ist die Vielzahl der Helferinnen und Helfer in beiden Hilfsorganisationen aktiv. Beide Seiten können so von einer tieferen und breiteren Fachqualifikation der Helfer profitieren, wenn Bootsführer gleichzeitig Rettungssanitäter und Rettungsassistenten gleichzeitig Rettungsschwimmer sind. Letzten Endes kommen diese Mehrfachqualifikation und die Einsatzerfahrung aus unterschiedlichen Bereichen unserer Einsatzkräfte aber insbesondere den Patienten zu Gute, zu denen wir gerufen werden.